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Montag, 24. September 2012

Malaysia - Zwischenfazit

Zwischenfazit


Ungefähre Reisestrecke auf Malaysias Halbinsel


Nach nunmehr einem Monat Reisen und über 2.100 km auf Land und Wasser zurückgelegter Strecke wollen wir uns ein kleines persönliches Fazit über Malaysia erlauben.

Die Malaien

Wie bereits mehrfach erwähnt, schätzen wir den multikulturellen Mix von Menschen mit unterschiedlicher Herkunft. Das führt nicht nur zu einem geschmacklichen Gaumenerlebnis sondern auch zu einer besonderen Offenheit der Menschen hier, die durch gute Englischkenntnisse der Malaien durchaus gefördert wird. Es ist einfach ein besonderes Erlebnis, wenn die hiesigen Mitmenschen freundlich und offen auf einen zukommend uns im Bus erzählen, dass sie gleich ihre Führerscheinprüfung ablegen. Dabei bleiben sie auch neugierig gegenüber den Touristen, was diese schon gesehen haben, wenngleich wir oft dafür als superreich gehalten werden, wogegen wir uns natürlich vehement wehren : ) Es ist ihnen nicht zu verdenken, da selbst ein günstiger One-Way-Langstreckenflug (EUR 500) hier in der Regel mehr als ein durchschnittliches Monatseinkommen darstellt.
Überrascht hat uns die Pünktlichkeit der von uns genutzten Verkehrsmittel (Langstreckenbusse, Stadtbusse und Fähren). Davon kann die Deutsche Bahn nur träumen ;-)

Das Land und seine Flora und Fauna

Das durch tropisches Klima geprägte Land begeistert uns bisher mit einem überwältigenden Artenreichtum in der Pflanzen- und Tierwelt. Von iPhone-großen Schmetterlingen, fahrradreifengroße Rafflesia-Blüten, Mammutbäumen, über Warane, Schlangen, die den Fahrweg kreuzen, einzigartigen Affen bis hin zu Riesenkäfern und Krokodilen, um nur ein Bruchteil der erlebbaren Pflanzen und Tiere, die man hier in der freien Wildbahn wiederfindet aufzuzählen. Dazu mussten wir uns nicht einmal weit in den undurchdringlichen Dschungel wagen.    

Die Probleme

Aber auch gerade hier liegen die Probleme von Malaysia, die global betrachtet die ganze Welt betreffen. Malaysia, als Beispiel für ein mit primärem Regenwald „bedecktes“ Land, gibt sich gerne auch dem globalen Verlangen von Nutzflächen hin. Der erste Eindruck von Malaysia bei der Durchreise erweckt eher den Eindruck, dass dieses Land aus Palmenplantagen besteht, die in erster Linie Öl, aber auch Bananen und Kokos liefern.

Doch moralisch aus anderen Ländern mit dem Zeigerfinger aufzeigen erscheint hier allerdings genauer betrachtet etwas zweifelhaft. Wer kann diesen Ländern das Recht auf wirtschaftliche Nutzung ihrer Flächen verdenken, da sie wenig andere Ressourcen haben und gerade die 1. Weltländer häufig die Abnehmer von Tropenhölzern, Palmöl (Malaysia zusammen mit Indonesien decken ca. 85 % der Weltproduktion ab) und Tropenfrüchten sind.

Trotz des Bewusstseins der Malaien für die Notwendigkeit der Erhaltung des Regenwaldes und der Erkenntnis den Regenwald touristisch vermarkten zu können (wenngleich die Auswirkung des Tourismus an dieser Stelle nicht ganz unproblematisch ist) ist ein Ende der Regenwaldrodungen nicht abzusehen.

Auch das mangelnde Recycling-Bewusstsein ist im Alltag so präsent wie die beim Erwerb von nur einem Produkt angebotene Plastiktüte im Supermarkt. Diese, wie auch Plastikflaschen und Dosen landen nicht selten in Flüssen, im Meer oder an Straßenecken. Dennoch sind die Malaien um Sauberkeit bemüht. Gerade in ihren eigenen Bereichen. Der eigene Laden mit dem davorliegenden Straßenbereich wird häufig mehrfach gefegt und geschrubbt und in den Gast-, Wohnhäusern sowie in vielen religiösen Gebäuden zieht man die Schuhe vor dem Betreten aus.

Unser Fazit

Das Land stellt sich uns mit seinen netten Menschen, tollen Stränden und seiner faszinierenden Flora und Fauna zu Land und zu Wasser mit einer für Touristen/ Individualreisende ausgezeichneten ausgebildeten  Infrastruktur als ein ideales Reiseland dar, dass verglichen mit Singapur teilweise nicht einmal halb so teuer zu bereisen ist. 


Weitere Foto- und Video-“Beweise“ zu Borneo werden wir zeitnah online stellen.


Montag, 17. September 2012

Malaysia - Kuala Lumpur - Teil 2

Highlights

Barreserven auffüllen - Wer hat denn hier gewütet?

Sportveranstaltung vor der Imbi Mall


Schwebebahn auf asiatisch :) (Monorail)

Masjid Jamek

Fußpflege per Fisch



Botanischer Garten bei den Lake Gardens





 
Petronas-Zwillingstürme bei Nacht



 


Nach unserem kurzen Ausflug an die Ostküste von Malaysias Halbinsel haben wir uns für eine Weitereise nach Borneo entschieden. Diese planen wir gerade von Kuala Lumpur aus, das wir bei dieser Gelegenheit weiter erkunden. Im zweiten Eindruck wirkt Kuala Lumpur nach nunmehr ca. 3 Wochen Malaysia doch recht sauber : ) Hier gibt es einfach so viel zu entdecken.
Auf dem Weg zu den Lake Gardens sind wir an der sehr belebten Chinatown vorbeigekommen. Die etwas touristisch wirkende Haupteinkaufsstraße besticht mit vielen verlockenden Angeboten in allen erdenklichen Farben. Ein Souvenir-Mekka für Schnäppchenjäger. Eine in Singapur für rund EUR 40,00 angebotene Fisch-Fußpflege kostet hier für 10 Minuten umgerechnet EUR 1,25. Das hat Ingmar gleich mal ausprobiert. Aber Vorsicht: Kitzelgefahr!
In den schönen Lake Gardens mit Attraktionen wie u.a. Deer-Park, Butterfly-Park und Botanischem Garten angekommen, stellen wir mit Verwundern fest, dass sich selbst an einem Sonntag hier nur relativ wenige Menschen tummeln. Außer ein paar Jogger in den Abendstunden, ein paar Touristen und einigen Brautpaaren, die die Kulisse für Hochzeitsfotos nutzen, ist hier sehr wenig los. Selbiger Park in Deutschland wäre am Wochenende flächendeckend gefüllt. Erklären können wir uns das nur so:
1. Die Verbindung der öffentlichen Verkehrsmittel ist unzureichend. Das wurde erkannt und es wird derzeit an einer eigenen U-Bahnstation gearbeitet.
2. Malaysia sowie wahrscheinlich die meisten Südostasiaten können dem Spazierengehen außerhalb klimatisierter Bereiche nicht wirklich viel abgewinnen.



Kulinarisches



Schon mal auf dem Pott gegessen?

Lecker!


Eisberg mit Früchten und Soja-Bubbles für ca. EUR 2,00

Auf weitere kulinarische Highlights in KL haben wir uns bereits auf der Weiterreise dorthin schon gefreut. Die Auswahl ist so überwältigend groß, sodass wir häufig mehrere Runden drehen, weil wir uns einfach nicht entscheiden können. Die Vielzahl an Promotern und Werbetafeln ist hilfreich aber manchmal auch ein bisschen too much. Um hier in KL aufzufallen, bedarf es wirklich eines großen Einfallsreichtums. Dazu benötigt man entweder vielfarbiges Essen, laute Musik oder eine wirklich außergewöhnliche Restaurantgestaltung.



Preise

# Hotel Doppelzimmer mit eigenem Bad und AC RM 90 pro Nacht (EUR 22,50)
# „Asiatisches Raclette“ ab RM 30,00 für 2 Personen (ab EUR 7,50)
# Flug von Kuala Lumpur nach Kota Kinabalu (2 Std.) RM 320,00 pro Person (EUR 80,00)
# Wäscheservice RM 5 pro KG (EUR 1,25)

Malaysia - Pulau Perhentian Kecil - Sommer, Sonne, Sonnenbrand

Highlights

luftige Hinfahrt

Abendessen im exklusiven Bubu Resort

Flurbewohner

Long Beach

Wassertaxis am Long Beach

Bye bye Traumstrand




Die schier paradiesischen Perhentian Inseln an der Ostküste der malaysischen Halbinsel laden zum Träumen und Ausruhen ein. Das türkisblaue, 30 Grad Celsius ++ warme Wasser besticht mit einer Sauberkeit und Klarheit, die wir bisher noch nicht in Malaysia erlebt haben. Fast selbstverständlich, dass sich viele Tauchbegeisterte tummeln und sich eine nach der anderen Tauschschule reiht. Das Vergnügen am nahezu weißen Sandstrand ist begrenzt auf 3 Tage (man zahlt eine Art „Kurtaxe“ mit begrenztem Aufenthalt für 3 Tage). Dafür haben wir uns auf eine 45-minütige rasante Fahrt mit einer der von Kuala Besut startenden Kleinboote begeben.
Aber Vorsicht: Selbst im Schatten und mit Sonnenschutzfaktor 50 (!!) ist, geschuldet durch die Reflektion des weißen Strandes und durch das reflektierende Wasser, ein Sonnenbrand vorprogrammiert.

Wir können die aus zwei Inseln bestehende Inselgruppe (Kecil, Besar), wovon wir den populären Long Beach auf Pulau Perhentian Kecil (=kleine Insel) besucht haben, nur empfehlen. In Puncto Unterkunft sollte man sich aufgrund der Beliebtheit dieser Inseln früh aufmachen, vorbuchen oder abgehärtet sein : )



Kleines Inselfazit


Wir haben jetzt verschiedene Inseln gesehen, die alle auf Ihre Art etwas Besonderes hatten. Doch fast alle hatten etwas gemeinsam: Es regnet abends wie aus Kübeln. Schlimm fanden wir es nicht. Vielmehr empfanden wir es als erholsame Erfrischung.


Preise


# Boot von Kuala Besut nach Pulau Perhentian Kecil (2 x 45 Min.) RM 70 pro Person für hin und zurück (EUR 17,50)
# Wassertaxi von Fährboot an den Strand RM 2 pro Person (EUR 0,50)
# Wassertaxi zu anderen Stränden ab RM 20 (EUR 5,00)
# „Aufenthaltsgebühr“ für 3 Tage RM 5 pro Person (EUR 1,25)
# Hotel Doppelzimmer mit gemeinsamen Bad und Ventilator RM 70 pro Nacht (EUR 17,50)
# Ein Abendessen ab RM 10,00 pro Person (ab EUR 2,50)
# Busfahrt von Kuala Besut nach Kuala Lumpur (10 Std.) RM 42,00 pro Person (EUR 10,50)

Dienstag, 11. September 2012

Malaysia - Pulau Langkawi - Relaxing

Highlights

 
Sonnenaufgang

Sleeping tourist




Sonnenuntergang bei Pentai Cenang

Girl's car ;)

Lobster



Als Backpacker reisen bedeutet nicht gleich Dauerurlaub. Unser Alltag ist häufig mit 3-5 Stunden Planung und der Suche nach einer geeigneten Unterkunft gefüllt. Nicht ganz selten stehen wir dafür auch schon mal um 5 Uhr Ortszeit auf, um die ersten Transportmittel zu erreichen. Im Fall von Langkwai entschädigen der schöne Strand und das türkisene Meer natürlich alle Bemühungen : )
Gleich geht es per Bus-Nachtfahrt in 6 Stunden an die malaysische Ostküste nach Kuala Besut, wo wir dann per Boot auf die Pulau Perhentian-Inseln übersetzen.


 

Preise

# Fähre von Pulau Langkawi nach Kuala Perlis (1 Std.) RM 18 pro Person (EUR 4,50)
# Nachtbusfahrt von Kuala Perlis nach Kuala Besut (8 Std.) RM 48,00 pro Person (EUR 12,00)
# Hotel Doppelzimmer mit eigenem Bad und AC RM 95 pro Nacht (EUR 24,00)
# Ein Abendessen ab RM 8,00 pro Person (ab EUR 2,00)
# Lobster ab RM 16 pro 100 g (ab EUR 4,00)

Malaysia - Pulau Penang - Eine Reise Wert

Highlights

Khoo Kongsi Clan Haus



Aussicht auf Georgetown vom Penang Hill
 
Tua Pek Kong Tempel (Fledermäuse inklusive)

Waran auf der Flucht vor zwei Touristen

Tempelanlage bei Air Itam


Love Lane in Georgetown


Wat Chaiya Mangkalaram Tempel

Wo ist die Frau Haas?



Wo sind wir?

Wo wollen wir hin?

Sleeping Buddha

Gräber unter dem Sleeping Buddha



Kuan Yin Statue (li.) Kek Lok Si (mitte) und Ban Po Thar (re.)

Kek Lok Si Tempel Anlage

Hakenkreuz (Swastika) = Überfluss u. langes Leben

Wunsch-Bändchen für RM 1,00



Ban Po Thar

Kuan Yin Statue

Freundinnen? ;)
 



Auf der Insel Pulau Penang mit ihrer Hauptstadt Georgetown (knapp 200.000 Einwohner) haben wir wieder mal kolonialistische Einflüsse von Europäern (im Wesentlichen Briten) entdeckt. Die sich im recht schön gestalteten Penang Museum auch bestätigten. Viele der hier lebenden Menschen haben u.a. chinesische, indonesische, europäische und allerhand weitere asiatische Wurzeln. Trotz der unterschiedlichen Herkunft und den daraus ebenfalls entsprungenen Eurasiern scheint ein Zusammenleben so selbstverständlich, als gäbe es keine Unterschiede.

Bei der überwiegenden muslimischen Bevölkerung scheint ein friedliches Nebeneinander unterschiedlicher Religionen ebenso natürlich wie die verschiedenen Ursprünge der Kulturen. Ein Ausdruck dafür sind die zahlreichen schönen Tempel und Statuen, die unweit von Moscheen und Kirchen zu finden sind.

Sehr sehenswert sind die sehr bunten Tempel-Anlagen auf Penang. Malaysias größte buddhistische Tempelanlage Kek-Lok-Si-Tempel mit der 36,5 Meter hohen Kuan Yin Statue und der Meter hohen Pagode Ban Po Thar. Auch die Tempelanlagen um den Sleeping Buddha mit seinen 33 Metern Länge (Wat Chaiya Mangkalaram Tempel) sind sehr farbenprächtig und einen Besuch wert.
Untergebracht waren wir in einer geschäftigen Straße in der Nähe der dort sehr bekannten Love Lane. 

Leben, Arbeiten und Schule


Das Sekolah Menengah Hutchings Gymnasium in Georgetown

Penang Museum / aufmerksamer Wächter :)

Beschriftete Tempel-Dachziegel

Als Lehrerin interessiert sich Miriam natürlich auch für die Bildungseinrichtungen in Malaysia. Diese sind von der Ausstattung nicht mit jenen in Deutschland zu vergleichen. Häufig sieht man Schuluniformen. Nicht ganz untypisch sind separate Schulen für Mädchen und Jungen. Unserem Eindruck nach erhalten Schülerinnen und Schüler von kirchlichen Schulen ein sehr umfassendes Beschäftigungsspektrum (Musik, Sport, Ausflüge, etc.). Wie im Alltag spielt auch in der Schule die Religion in Malaysia eine sehr große Rolle.
 
Ist die Schule dann mal geschafft, wartet das „harte“ Arbeitsleben. Es ist nicht selten, dass die Malaien mehrere Jobs haben um über die Runden zu kommen. Ein Hausmeister, der auch als Tourveranstalter und Taxifahrer arbeitet erzählte uns, dass das Durchschnittseinkommen bei rund RM 2.000,00 liegt (EUR 500,00). Gerade in Touristengebieten fällt uns dabei auf, dass die Arbeitszeiten scheinbar lang sind, aber dafür selten intensiv. Häufig sieht man Wachleute schlafen oder am Handy spielen, Dienstleister (z.B. Tourveranstalter, Hotel-Rezeptionisten) sehen wir hingegen oft im Internet surfen oder TV schauen.
 
Die Tempelbetreiber des Kek-Lok-Si-Tempels stellten sich für uns als clevere Unternehmer dar. Neben dem Betreiben einer Gondelbahn zu der 36,5 Meter hohen Kuan Yin Statue (Fußweg angeblich 30 Min., real 8 Min.) wird die Sanierung der gelben Dachziegel der Tempel von Touristen finanziert. Jeder Besucher kann sich eine solche Kachel ab RM 20,00 (EUR 5,00) käuflich erwerben und signieren.

Preise

# Fähre von Pulau Penang nach Pulau Langkawi (2,5 Std.) RM 60 pro Person (EUR 25,00)
# Hotel Doppelzimmer mit eigenem Bad und AC RM 40 pro Nacht (EUR 10,00)
# Ein Abendessen ab RM 8,00 pro Person (ab EUR 2,00)
# Wäscheservice (Waschen, Trocknen, Bügeln) RM 5 pro KG (EUR 1,25)
# Seilbahn auf Penang Hill RM 30 pro Person (EUR 7,50)